Drucksache Stadt Eggesin - 26/487/00

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

 

Die Förderschule sowie die Regionale Schule in Eggesin erfüllen zentrale Aufgaben innerhalb der Bildungslandschaft der Stadt und des Umlandes. Insbesondere die Regionale Schule mit ihrer erfolgreichen „Flexiblen Schulausgangsphase“ (Produktives Lernen) stellt ein bewährtes und praxisorientiertes Bildungsangebot dar, das den Schulstandort nachhaltig stärkt und individuelle Bildungswege ermöglicht.

 

Beide Schulstandorte stehen mittel- bis langfristig vor erheblichen Herausforderungen hinsichtlich baulicher Anforderungen, der Umsetzung moderner pädagogischer Konzepte, der vollständigen Barrierefreiheit sowie der wirtschaftlichen Unterhaltung der Bestandsgebäude. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an inklusive Bildungsangebote, flexible Raumkonzepte, digitale Infrastruktur sowie multifunktionale Sport- und Außenanlagen.

 

Vor diesem Hintergrund soll geprüft werden, ob durch die Entwicklung eines gemeinsamen Schulcampus zwischen der Stadt Eggesin und dem Landkreis Vorpommern-Greifswald am Standort Lindenstraße zukunftsfähige Lern- und Arbeitsbedingungen geschaffen und die bestehenden Bildungsangebote konzeptionell weiterentwickelt werden können. Inklusion wird dabei als konsequente Ergänzung und Vervollständigung des bestehenden differenzierten Bildungsangebotes verstanden.

 

 

 

Ein gemeinsamer Campus bietet die Möglichkeit, Synergieeffekte bei der Nutzung von Fachräumen, Verwaltungsbereichen, Sportanlagen, Mensa- und Freizeitflächen zu erzielen und vorhandene Ressourcen effizienter einzusetzen. Durch die räumliche Nähe können Kooperationen zwischen den Schularten intensiviert, Übergänge zwischen unterschiedlichen Förder- und Bildungsangeboten erleichtert und gemeinsame pädagogische Projekte gestärkt werden, ohne die jeweiligen Schulprofile aufzugeben.

Darüber hinaus bietet die Entwicklung eines modernen Schulcampus städtebauliche Entwicklungsperspektiven. Der Standort Lindenstraße kann funktional und gestalterisch aufgewertet und als zeitgemäßer Bildungsstandort im Stadtgefüge verankert werden. Ein attraktiver Schulcampus stärkt die Anziehungskraft für Lehrkräfte, pädagogisches Fachpersonal und Familien und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Bevölkerungsentwicklung sowie zur Gewinnung neuer Einwohnerinnen und Einwohner.

 

Eine zentrale Voraussetzung für die weitere Planung ist die enge Einbeziehung des Landkreises Vorpommern-Greifswald als Träger der Schulentwicklungsplanung sowie als Schulträger des Sonderpädagogischen Förderzentrums. Gemeinsam mit dem Landkreis sind die zukünftigen Bedarfe verbindlich festzulegen. Hierzu gehört insbesondere die Festlegung der Zügigkeit der Regionalen Schule sowie des sonderpädagogischen Förderbereiches, da diese maßgeblich für die Dimensionierung des Raumprogramms und die bauliche Planung sind.

 

Nach eigenen Hochrechnungen der Schülerzahlen des Einzugsbereiches der Regionalen Schule entwickeln sich die Schülerzahlen wie folgt:

 

2026/27

268

2027/28

262

2028/29

257

2029/30

287

2030/31

284

2031/32

296

2032/33

280

2033/34

261

2034/35

241

 

Zur Entwicklung der Schülerzahlen des Förderschulbereiches können aktuell keine belastbaren Daten zur Verfügung gestellt werden.

 

Die Prüfung und konzeptionelle Vorbereitung eines gemeinsamen Schulcampus dient somit der langfristigen Sicherung und qualitativen Weiterentwicklung des Schulstandortes Eggesin sowie der nachhaltigen Stärkung der Stadt als Bildungs- und Lebensstandort.

Auf Grundlage eines abgestimmten pädagogischen, funktionalen und städtebaulichen Konzeptes soll im nächsten Schritt die Beauftragung der Planungsleistungen gemäß HOAI, Leistungsphasen 1 - 3 (Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung), vorbereitet werden. Diese Planungsphasen schaffen die erforderliche Entscheidungs- und Kostensicherheit und stellen eine wesentliche Voraussetzung für die Einwerbung von Fördermitteln auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene dar.

 

 

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Beschlussvorschlag

 

Die Stadtvertretung der Stadt Eggesin beschließt:

 

  1. Die Entwicklung eines Schulcampus am Standort Lindenstraße als strategisches Projekt zur nachhaltigen Sicherung und Weiterentwicklung des Bildungsstandortes Eggesin.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald als Träger der Schulentwicklungsplanung, dem Staatlichen Schulamt, den zuständigen Schulträgern sowie den beteiligten Schulleitungen ein abgestimmtes pädagogisches, funktionales und städtebauliches Konzept zu erarbeiten.

 

  1. Ziel ist die Weiterentwicklung des bestehenden Bildungsangebotes der Regionalen Schule einschließlich der erfolgreichen „Flexiblen Schulausgangsphase“ (Produktives Lernen) unter Einbeziehung inklusiver Bildungsangebote.

 

  1. Die verbindliche Ermittlung der zukünftigen Bedarfe mit dem Träger der Schulentwicklungsplanung und die daraus resultierende Festlegung der Zügigkeit.

 

  1. Auf Grundlage der ermittelten Zügigkeit und der benötigten Raumbedarfe wird die Verwaltung beauftragt, die Planungsleistungen gemäß HOAI, Leistungsphasen 1 - 3, im notwendigen Vergabeverfahren einzuleiten.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt auf dieser Grundlage Fördermittel einzuwerben.

 

  1. Die Ergebnisse sind der Stadtvertretung zur weiteren Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.

 

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Finanz. Auswirkung

 

ja

nein

 

 

 

fin. Auswirkungen

x

 

 

 

 

im Haushalt berücksichtigt

x

 

Deckung durch:

Produkt

Sachkonto

 

 

 

 

 

 

Liegt eine Investition vor?

 

 

Folgekosten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Planungsleistungen stehen im Produkt 21.50.10.00  700.000 € zur Verfügung.

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Anlagen

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